Pergam Suisse AG 
- [Alt + 0] - Startseite
- [Alt + 1] - Navigation
- [Alt + 2] - Inhalt
- [Alt + 3] - Kontakt
- [Alt + 4] - Sitemap
- [Alt + 5] - Suche
Techniker bei der Arbeit

Leckortung an Druckluftanlagen
Sparen mit Ultraschall
Hier ist Sparpotential: Druckluft
Ultraschall Leck Detektion bei Druckluftsystemen
Sparen wird heutzutage bei allen Unternehmen grossgeschrieben. Nahezu in jeder Firma ist noch Sparpotential im Druckluftsystem vorhanden. Auf die richtige Grösse des Kompressors wird zur Energieeinsparung meistens geachtet, jedoch oft zu wenig auf Leckagen im Leitungssystem. Unterschiedliche Quellen behaupten sogar, dass 60% der erzeugten Druckluft durch Leckagen entweicht. Betreibt man den Aufwand um die (unnötigen) Kosten zu kalkulieren, glaubt man zuerst an einen Rechenfehler.
Was ist Ultraschall?
Von Leckagen geht eine Vielzahl von Tönen aus, die meistens für die menschlichen Sinnesorgane nicht wahrnehmbar sind. Dagegen können diese Töne mit einem Ultraschallsystem schnell und einfach geortet werden. Hierzu werden die Leitungen und Armaturen mit einem kleinen handlichen Gerät geprüft. Durch einen im Display abzulesenden Wert in dB sowie durch einen sich ändernden Ton im Kopfhörer können die Leckagen geortet werden. Für einige Ultraschallsysteme sind zusätzlich Richtsonden erhältlich um entweder gefährliche (in der Nähe von spannungsführenden) oder weit entfernte Bauteile (Druckluftleitungen an der Decke) einfach zu prüfen.
Wie wird eine Druckluft Leckdetektion durchgeführt?
Als erstes sollte das System aufmerksam abgegangen werden. Bereits nur durch genaues hinhören werden regelmässig grosse Druckluftleckagen gefunden. Auf Kupplungen und Verbindungsstücke sollte ein besonderes Augenmerk gelegt werden.
Nachdem die grössten Leckagen beseitigt wurden kommt das Ultraschallsystem zum Einsatz. Am besten beginnt man bei dem Kompressor und arbeitet sich danach durch das ganze Werk den Hauptleitungen entlang. Manche Hersteller empfehlen auch die umgekehrte Richtung (entgegen der Flussrichtung).
Prinzipiell ist die Prüfrichtung nicht massgebend, es muss nur sichergestellt werden, dass keine Leitungen übersehen werden. Die meisten Leckagen sind erfahrungsgemäss bei den Verbrauchern zu finden, danach in den Druckluftreduzierstationen und schliesslich sicher auch einige wenige in der Druckluftzentrale.
Störende Umgebungsgeräusche, die die Inspektion erschweren, können durch die Verwendung von Kopfhörern minimiert werden. Generell ist die Durchführung ist sehr einfach und benutzerfreundlich.
Es empfiehlt sich das Druckluftsystem in mehrere Zonen einzuteilen und diese nacheinander zu prüfen. Gefundene Leckagen werden deutlich für die spätere Beseitigung markiert. Manche Leckagen können bereits während der Inspektion durch einfaches Nachziehen einer Anschlussstelle behoben werden.
Nach der Reparatur ist eine Wiederholungsprüfung sehr sinnvoll. Es ist nicht auszuschliessen, dass durch die Ausbesserung eines Mangels neue Leckagen (vor allem bei älteren Anlagen) erzeugt wurden. Die komplette Inspektion sollte mindestens einmal pro Jahr durchgeführt werden.
Wie lässt sich das Einsparpotential berechnen?
Die Berechnung des genauen Einsparpotentials ist verhältnismässig aufwendig, da zuerst die benötigte Leistung für einen Kubikmeter Druckluft berechnet werden muss. Danach kann mit den gemessenen Werten des Ultraschallsystems die verloren gegangene Luftmenge errechnet und die Kosten dafür abgeschätzt werden.
Diverse Quellen im Internet bieten einen Einsparrechner meist auf Excelbasis an. Es empfiehlt sich bei Bedarf auf solche Hilfsmittel zurückzugreifen. Die Berechnung der Menge nur durch die gewonnen Werte eines Ultraschallsystemes sind schwierig und sollten nur als groben Richtwert genommen werden.
Die Überprüfung der Dichtigkeit von Druckluftsystemen kann als Dienstleistung an spezialisierte Unternehmen vergeben werden, welche auch häufig Systeme vermieten. Da der Anschaffungspreis (Markengeräte sind bereits ab EUR 750.- erhältlich) relativ gering ist, lohnt sich oft eine Investition, welche sich in Kürze durch die hohen Einsparungen amortisiert. Für das Inspektionspersonal wird eine Ausbildung und Zertifizierung für die Grundlagen der Ultraschalltechnik nach EN 473 / ASNT empfohlen.
Bislang sind die häufigsten Kunden in Europa Unternehmen die einem US Konzern angehören. Dort ist die Leckortung mittels Ultraschall ein weit verbreiteter Standard. Es ist anzunehmen dass diese Technologie in Zukunft auch mehr und mehr in Europa Einzug halten wird.
Die Pergam-Suisse AG, bekannt aus der Gas Leck Detektion, hat mit den ULTRAPROBE Systemen von UE Systems (USA) eine breite Palette von Ultraschall Prüfsystemen im Angebot. Neben der Lecksuche bei Druckluftanlagen eignen sich die Ultraprobe Systeme für die Verwendung bei mechanischen (z.B. Lagerkontrolle) und elektrischen Komponenten (z.B. elektrische Teilentladungen und Isolationsschäden an Mittelspannungsanlagen).